Ein Blick in die Vergangenheit

Bereits seit 800 Jahren gibt  es in der Stadthistorie von Bayreuth viele Höhepunkte fastnächtlichen Treibens zu erkennen.

Um das Jahr 1700 kam die närrische Zeit von Dreikönig bis Aschermittwoch auf.

Das Wort „Fosenacht“ taucht in Bayreuth erstmals 1734 auf. Die eigentliche Fosenacht dauerte auf dem Lande 3 Tage. Man verkleidete sich mit Holzmasken, Dämonen- und Hexenzöpfen und zog von Orgelmusik begleitet „bettelnd“ von Haus zu Haus.

Nach schweren Schicksalsschlägen durch Pest, Reformation und vielen Kriegen erfolgte erst im 19. Jahrhundert ein erneuter Aufschwung der Narretei. Um Träger für dieses Brauchtum zu haben, gründete man Karnevalsgesellschaften.

Ab der 2. Hälfte des 19 Jahrhunderts spürte man auch in Bayreuth großen Aufschwung. Die Jahre 1910, 1911 und 1914 weisen hervorragende Veranstaltungen mit Faschingsumzügen auf.

Im Jahr 1929 hatte Bayreuth sogar einen Elferrat der eine eigene interne Faschingsfeier abhielt. Die Mitglieder des Elferrates wurden allerdings auch zu zahlreichen anderen Feiern anderer Vereine und Gesellschaften geladen.

Chronik

17.12.1958 - Gründung

In der Versammlung im Bayerischen Hof wurde die „Bayreuther Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß e.V. von 1958“ gegründet. Erster Präsident war Dr. med. Schrödl, Vizepräsident Hans Rotter. Die Satzungen legte fest, dass der Verein der Förderung, Pflege und Aufrechterhaltung des heimatlichen Fastnachtsbrauchtums dienen soll. Um die Zugehörigkeit zu verdeutlichen, wurde beschlossen, dass die Uniform des Elferrates in den Farben schwarz und weiß gehalten werden soll. Auch die Kostüme der Funkengarde sollten diese Farben widerspiegeln.

Ca. 50 Mitglieder hatten sich von Beginn an gemeldet, alle im Erwachsenen Alter, denn dem damaligen Zeitgeist ist eine Festlegung geschuldet, über die man heute nur lächeln kann: „Jugendliche unter 18 Jahren können nicht aufgenommen werden.“

Gründungsmitglieder waren weiter: Otto Atzinger, Anton Scheuerecker, Leo Maurer, Georg Schukey, Alfred Richartz, Kurt Merkl, Robert Schwarzmann, Hans Wadenstorfer,

Dr. med. Erich Helmich, Sepp Ableiter, Helmut Atzinger, Gerhard Albert, Richard Lammel.

1959 Elferrat und Weibliche Garde

Pünktlich zur Eröffnung der ersten Saison konnte am 11.11.1959 die erste Mädchengarde vorgestellt werden. Die Gruppe unter der Leitung des Garde-Major Doris Prechtl erhielt von Beginn an viel Beifall.

Neben der ersten Garde wurde auch in einem anderen Bereich die Weichen für die künftige Vereinsausrichtung gestellt.  Am 17.11.1959 wurde das Merkblatt für den Elferrat verfasst. So wurde beispielsweise geregelt, dass das Ansehen eines, die Veranstaltung leitenden, Präsidenten oder Elferratspräsidenten unantastbar sind. Er genießt das Vertrauen der Herren des Elferrates, die sich ihm als Verantwortlicher Leiter einer Veranstaltung unterstellen und seinen Anordnungen strikt und unauffällig Folge leisten.

Die ersten Elferräte waren: Christian Höreth, Leo Mauerer, Bernhard Händler, Anton Scheuerecker, Gerhard Albert, Dr. Fritz Böhner, Dr. Michael Korn und Heinz Zink.

1969 Gründung weiblicher Elferrat

Die Weiberfastnacht mit dem Hexenball war in den letzten Jahren bereits zur Bayreuther Tradition geworden und läutetet die letzten Tage der Faschingszeit ein. Unter der Leitung von Eva Wadenstorfer und ihrer Nachfolgerin Inge Albert kamen mehr und mehr Frauen zusammen, die ab 1969 den weiblichen Elferrat bildeten. Von Beginn an hieß es über die Hexen:

„Wenn die Hexen tanzen, dann wackelt nicht nur das Parkett. Der weibliche Elferrat versteht es jedes Jahr aufs Neue, mit seinen Darbietungen das Publikum zum Lachen zu bringen. Als einen Höhepunkt des Bayreuther Faschings kann man ohne Zweifel den Hexenball bezeichnen. Der Saal des Kolpinghauses ist jedes Mal bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Kartenwünsche können nicht erfüllt werden. Aber nicht nur im Fasching verstehen sich die Hexen aufs Feiern. Um den Zusammenhalt auch während des Jahres zu fördern, werden gemeinsame Ausflüge durchgeführt. Am Ende heißt es dann: Die Füße wund, die Bäuche rund, Spaß am Bier – das waren wir – die Hexen von Schwarz-Weiß aus Bayreuth.“

1970 – Gründung Narren-Senat

Jahr um Jahr stieg die Mitgliederzahl und damit auch die Aufgaben. Aus diesem Grund wurde 1970 der sogenannte Narren-Senat gegründet. Die zunächst sieben Senatoren sollten dem Vorstand beratend zur Seite stehen und wurde so zu einem wichtigen Organ, um den Verein in der Gesellschaft zu repräsentieren und die Bindung zu Partnern zu stärken. Unter der Leitung von Hans Wadenstorfer festigte der Senat die Verbindung zu der wachsenden Zahl von Ehren-Senatoren, die gerade aus der örtlichen Politik und Wirtschaft kamen. Darüber hinaus war er Mittel zur Ehrung verdienstvoller Mitglieder der Gesellschaft. Es wurde eine ganze Palette von Ehrungen für verdienstvolle eigene Mitglieder sowie für Förderer und Partner der Gesellschaft geschaffen: 1970 wurde die „Rettl vom Hummelgau“ Annemarie Leutzsch (Büttenrednerin) die erste „Ehrenmütze-Trägerin“ von „Schwarz-Weiß“. Ihr folgten in späteren Jahren Hans Günter Wabersky und Eva Wadenstorfer, das damalige Stadtoberhaupt Hans Walter Wild und Verkehrsdirektor Klaus Schönemann. Eva Wadenstorfer erhielt auch die „Ehren-Schärpe“ der Gesellschaft.

1978 – Gründung Markgräfliche Narren-Uni-Schwarz-Weiß

Um Humor und Witz weiter zu pflegen und den Geist zu schleifen, wurde zum 20jährigen Jubiläum des Vereins eine NARRENUNIVERSITÄT gegründet. In Anlehnung und dankbarer Erinnerung an die Markgrafen zu Bayreuth wurde sie die „MARKGRÄFLICHE NARREN UNIVERSITÄT Schwarz-Weiß“ genannt und schon im Gründungsjahr 1978 konnten die ersten Persönlichkeiten mit der höchsten Ehrung und Auszeichnung der Faschingsgesellschaft dem – Doktor humoris causa – geehrt werden. Als erste Mitglieder der Narrenuniversität wurden Eva Wadenstorfer und Kurt Merkl geehrt. Diese Ehrung soll nur an profilierte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft, der Kunst und Kultur, sowie an Bürger, welche durch Frohsinn und Humor allen Menschen Freude und Heiterkeit schenken, vergeben werden.

1982 Gründung des ersten Männerballetts des Vereins

1990 Neue Freundschaft

Die Freude über die 1990 unverhofft erfolgte Wiedervereinigung Deutschlands erfasste auch die Bayreuther Schwarz-Weißen. Sie gingen sofort auf ihre Landsleute in der ehemaligen DDR zu und nahmen z.B. feste Kontakte zu „Blau-Weiß Mühltroff (Sachsen) auf, später auch zu Prenzlau in der Uckermark.

1991 Schwarz-Weiß Galasitzung wird abgesagt

Das politische Weltgeschehen machte 1991 auch vor dem Bayreuther Fasching nicht Halt. Auf Grund des andauernden Golfkrieges war die Galasitzung nur eine von vielen Veranstaltungen die im Bayreuther Landkreis in diesem Fasching abgesagt wurden.

1992 Immer mehr Kinder begeistern sich für Schwarz Weiß

Mit Stephan Glaser als erstem Jugendleiter entwickelte die Gesellschaft ab 1992 eine zahlenmäßig starke Jugendabteilung. Was schon im „Kalender“ 1987 über die Arbeit der Tänzerinnen gesagt wurde, galt nun erst recht: „Nicht mehr lange und Sie erfreuen wieder ihr dankbares Publikum. Gemeint sind die Mädchen und Buben der Garde von der Bayreuther Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß. Die Garde einer Faschingsgesellschaft ist nun mal mit keiner Gymnastikgruppe eines Sportvereins zu vergleichen. Ihre Vorführungen sind nur auf eine bestimmte Zeit, nämlich die närrische Zeit, zugeschnitten.“ Mit der Schaffung mehrerer Garden, Tanzmariechen und auch Tanzpaare konnte Schwarz-Weiß sich und auch verstärkt an Turnieren für karnevalistische Tänze beteiligen, die vom FVF oder dem BDK veranstaltet wurden. Bald wurde auch Schwarz-Weiß Bayreuth mit der Ausrichtung solcher Turniere beauftragt und es konnten auch die ersten „Treppchen-Plätze“ errungen werden. Mit einer solch leistungsstarken Jugendabteilung konnten auch die Veranstaltungen der Gesellschaft noch besser und mitreißender gestaltet werden.

 

Erster Faschingsumzug seit 20 Jahren

Lange Jahre war das Wochenende für Faschingsende ein Wochenende wie jedes andere. Doch die steigende Zahl der Narren innerhalb der Bayreuther Bevölkerung liessen auch den Wunsch nach einem Zug durch die Innenstadt aufkommen. Die Idee wurde bei allen Zuständigen positiv aufgenommen und schliesslich umgesetzt. Seither ist der Faschingsumzug durch die Bayreuther Innenstadt am letzten Sonntag eine wichtige Tradition.

1995 Entstehung des Schwarz-Weiß Liedes

Schon immer beneideten wir Bayreuther Narren unsere Freunde aus Hülzweiler um ihr Faschingslied. Die Bollen und ihre Gäste sangen es stets zum Abschluss ihrer Prunksitzung. Auch in Bayreuth beim Frühschoppen wurde stets dieser Ohrenwurm gesungen und die Bayreuther sangen mit, soweit sie den Text kannten. Der Gedanke an eine eigene Hymne kam in den Kopf, bloß wie, war stets die Frage.

 

Am 6.Januar 1995 ergab sich beim Frühschoppen in Hülzweiler für die Schwarz-Weißen eine Sternstunde. Durch Fügung oder Schicksal standen sich an einem runden Tisch Ernie Kiefer, Rainhard Eckardt, Benno Friedel und Reinhold Glaser gegenüber. Somit waren die richtigen Männer beisammen, um die langehegte Idee in die Tat umzusetzen. Mit einem Bier und Händedruck die Taufe eines Schwarz-Weiß-Liedes besiegelt. Doch es verging Tag über Tag und nichts geschah. Erst zur Galasitzung am 20. Januar 1996 sollte man sich an die Idee wieder erinnern. Im Programm war Ernie, einer der beim Frühshoppen anwesenden Männer, als Sänger eingetragen. Dies war nichts Ungewöhnliches wollte man den anwesenden Gästen doch ein abwechslungsreiches Programm bieten. Doch auch für Hexen und Elferrat sollte dieser Auftritt etwas Besonderes sein, denn gesungen wurde hier zum ersten Mal das im letzten Jahr im Geheimen komponierte Schwarz Weiß Lied.

1998 40-jähriges Jubiläum

Pünktlich zum 40. Geburtstag wurden die Weichen für die Kinder- und Jugendarbeit des Vereins gestellt. Stephan Glaser in seiner Funktion als Jugendleiter entschied gemeinsam mit der Vorstandschaft und bestätigt durch die Mitgliederversammlung, dass ab sofort auch Kinder in den Verein aufgenommen werden dürfen.

Passend dazu gab es in diesem Jahr mit Camilla I und Philipp I auch das erste Kinderprinzenpaar des Vereins.

2001 Gründung der Tanzsportabteilung

Am 24. August 2001 wurde die Tanzsportabteilung der Bayreuther Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß e.V. von 1958 gegründet. Diese besteht seitdem aus einer Abteilungsleitung – Abteilungsleiter, stellvertretender Abteilungsleiter, Sportwart, Kassenwart, Schriftführer und einem Jugendwart – desweiter noch aus einem Abteilungsrat – ehrenamtliche Trainer und Gruppensprecher.

2003 Erste Erfolge

In den zwei Jahren, seit Gründung der Tanzsportabteilung, hatte sich vor allem tänzerisch viel getan. Die Jugendabteilung wuchs von Jahr zu Jahr und auch die Ansprüche an Choreografie und das Auftreten der Gruppen wuchs. Passen dazu bekam unser Verein 2003 erstmals die große Aufgabe ein Turnier auszurichten.

Am 22. und 23. Februar 2003 fand dann die Oberfränkische Meisterschaft im karnevalistischem Tanzsport in der Oberfrankenhalle statt. Mit 126 gemeldeten Startern gingen auch 5 Starter des eigenen Vereins an den Start. Dies waren im Einzelnen: Jugendgarde (10. Platz), Tanzmariechen Sabrina Elf (4. Platz),  Prinzengarde (7. Platz), Tanzmariechen Christina Franke (4. Platz) und der Aktivenschautanz mit dem Thema „In Villa Riva sind die Mäuse los“ (5. Platz)

Die erfolgreiche Teilnahme an Turnieren sollte damit für diese Saison aber noch nicht beendet sein. Am 09. März 2003 machten sich die Prinzengarde, unser Tanzmariechen Christina, und der Aktivenschautanz auf den Weg nach Wadern in die Stadthalle zum Qualifikationsturnier. Am Nachmittag präsentierten sich dann unsere Mäuse und überzeugten mit 431 Punkten auch das Publikum. Nachdem auch der letzte Starter getanzt hatte stand es fest: 4. Platz und damit auch die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft in Hof!

2005 Erste Teilnahme an den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften

Auf den Turniererfolgen aus 2003 konnte aufgebaut werden und 2005 ging für die Schwarz-Weißen erstmals ein Tanzpaar auf die Bühne. In ihrem zweiten Aktiven Jahr ging es für das Tanzpaar Christian und Mareike das erste Mal auf die große Turnierbühne. Gleich am zweiten Turnier ertanzten sie sich mit 398 Punkten den 2. Platz und auch die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft in Koblenz. Eine Qualifikation am Halbfinale hatte bisher niemand erreichen können.

Am 26. Februar 2005 war es dann soweit und mit 419 Punkten und einm 5. Platz konnte sich das Tanzpaar über die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft freuen. Diese fand am 05. März 2005 in Koblenz statt. 418 Punkte und der 6. Platz waren ein super Ergebnis für die Turnieranfänger, die gleich in ihrem ersten Turnierjahr unseren Verein erstmalig an einer Deutschen Meisterschaft vertraten!

2007 Eine etwas andere Faschingseröffnung

Im Jahr 2007 ließ sich der Vorstand etwas ganz neues einfallen. Der Fasching sollte in diesem Jahr um 11:11 Uhr mit allen Aktiven und Elferräten während eines Gottesdienstes in der Spitalkirche eröffnet werden. Der geplante Auftritt im Anschluss auf dem Bayreuther Marktplatz, bei dem die Jugend- und Tanzsportabteilung ihr Können unter Beweis stellen sollte, musste leider entfallen, da es schon seit den frühen Morgenstunden ununterbrochen regnete.

2010 Gründung des Fördervereins

Die Idee, einen Förderverein zu gründen, entstand in der Saison 2009/10, als zwei der Gründungsmitglieder (Matthias Rauh und Sebastian Fleischmann) auf einem Turnier saßen und feststellten, dass Schwarz-Weiß durchaus stärker vertreten sein könnte. Während andere Vereine mit Fahnen und Bannern glänzten, war von der FG Schwarz Weiß nichts zusehen. Die Lösung war die Gründung des Förderungsvereins, der fortan insbesondere die Jugendabteilung unterstützen sollte.

Im Jahr 2010, am 30.03.2010 wurde es dann amtlich: der Förderverein wurde von den Gründungsmitgliedern Matthias Rauh, Sebastian Fleischmann, Kerstin Maisel, Carolin Scholl, Manuela Elf, Manfred Rauh und Konrad Schmidt gegründet.

Seit der Gründung ist viel geschehen, um den Verein glänzen zu lassen. Es wurden Fahnen, Banner und Pins angeschafft und immer wieder Geld für die Jugendarbeit gesponsert.

2011 Franken Helau 2011: Die Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks – eine Erfolgsgeschichte für Schwarz-Weiß

2010 wurde bekannt, dass das Bayerische Fernsehen eine Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß ausstrahlen würde und auch der Fastnacht-Verband Franken sprach dem Verein das Vertrauen aus.

Es mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden, denn ein, den Vorgaben des Fernsehsenders entsprechender, Raum musste gefunden werden. Dieser sollte ebenso den Bedürfnissen der Akteure entsprechen und wurde schließlich im Europasaal des Zentrums gefunden.

Zwei Wochen vor der Aufzeichnung rückten die riesigen LKWs des Fernsehens an, die der Stadt Bayreuth sei Dank, auf dem Parkplatz des Zentrums stehen durften. Wirklich beeindruckend war es aber, den Profis vom Fernsehen über die Schulter schauen zu können. Bis ins kleinste Detail wurde jeder Auftritt von der Regie vorbereitet. Unzählige Male sah sich der Regisseur die geplanten Auftritte an, um dann die Kameras richtig zu positionieren. Feste Vorgaben erhielt auch Michael Angerer, der professionell als Richard Wagner geschminkt und ausgestattet, die Sendung moderierte. Die Bühnenbildner des Fernsehens leisteten ebenfalls eine hervorragende Arbeit. Kaum wiederzuerkennen war der Europasaal, nachdem sie mit der Dekoration fertig waren. Aber auch auf die Schwarz-Weißen war Verlass! Viele helfende Hände und eine straffe Organisation schafften es, die Leute vom Fernsehen während Ihres Aufenthaltes in Bayreuth zu umsorgen und zu verpflegen. Bei den Aufnahmen gaben alle Akteure ihr Bestes und so war die Sendung aus Bayreuth mit 1,45 Mio. Zuschauern eine der erfolgreichsten Franken-Helau-Sendungen überhaupt!

2014 Galasitzung erstmals im Zentrum

Die Galasitzung hat seit jeher Tradition im Vereinsleben und dazu gehört auch der Ort in diesem sie stattfindet: die Stadthalle. Die Information über die Schließung der Stadthalle auf Grund von Renovierungsarbeiten wurde daher zunächst nicht positiv aufgenommen. Doch pünktlich zum 55-jährigen Jubiläum sorgte dieser Umstand doch für ein neues Veranstaltungswochenende. Erstmals fand die Galasitzung nicht mehr in der Bayreuther Stadthallte, sondern im Zentrum statt und die Festlichkeiten wurden auf das ganze Wochenende ausgeweitet. Im kleineren und gemütlicheren Saal fand am 18. Januar 2014 die Galasitzung vor ausverkauftem Saal statt. Getoppt wurde dies nur von dem Erfolg der 1. Bayreuther Kindersitzung, die am Sonntag erstmals Kinder ins Zentrum lockte.

 

 

Unser Prinzenpaar zu Gast bei Horst Seehofer

Beim Prinzentreffen, das traditionell am 06. Januar stattfindet, nehmen alle oberfränkische Prinzenpaar teil, lernen sich kennen und tauschen Orden aus. Natürlich ist auch die Neugierde sehr groß, ist man doch gespannt wie die anderen Prinzenpaare ihr Outfit gestaltet haben. Doch auch ein anderer Grund sorgt für Nervosität und Neugierde, denn am Prinzentreffen wird eines der Prinzenpaare für eine besondere Aufgabe ausgewählt. Jedes Jahr hat ein oberfränkisches Prinzenpaar die Ehre beim bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in München den oberfränkischen Fasching und den eigenen Verein zu repräsentieren. Am 27. Februar 2014 durfte unser Prinzenpaar Sabrina I. und Felix I. diese Ehre übernehmen und reiste gemeinsam mit der Stadtgarde der Faschingsgesellschaft Helmbrechts in den frühen Morgenstunden nach München. Leider war Horst Seehofer verhindert, doch der aus Bayreuth mitgebrachte Maisel`s Weisse Korb hat auch Ilse Aigner erfreut. Anschliessend ging es noch zur Präsidentin des bayerischen Landtags Barbara Stamm die vor allem von der grossen Tanzsportabteilung unseres Vereins begeistert war. Ausklang fande der Ausflug schliesslich bei einem Besuch des Hofbräuhaus.

Erstes Tanzmariechen bei den Süddeutschen Meisterschaften

Seit 2011 aktiv im Verein hat Franziska Späth schnell ihr Können bewiesen und wurde Tanzmariechen. Auch auf der Turnierbühne zeigte sie ihren Ehrgeiz und ihre Disziplin. Diese wurde 2014 belohnt, denn am Qualifikationsturnier in Dornburg-Frickhofen sicherte sich Franziska den 6. Platz mit 426 Punkten und somit auch die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft. Das hatte noch kein Bayreuther Tanzmariechen zuvor geschafft! Am 15. März 2014 fanden die Süddeutschen Meisterschaften in Mannheim statt. Hier ertanzte sie sich mit 420 Punkten einen super 11. Platz.

2015 Erneute Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Die Erfolge der letzten Jahre sollten 2015 noch getoppt werden. Alles begann am 10. Januar am Hochfränkischen Turnier in Naila. Hier ertanzte sich Ronja mit 435 Punkten den 2. Platz und sicherte sich hiermit die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft, welche in Bayreuth stattfinden sollten. Am Nachmittag des 28. Februar 2015 war es nun so weit und Ronja ging als 3. Tanzmariechen auf die Bühne. Mit einer super Wertung ging sie von der Bühne und dann begann das Zittern. Nach 21 Tanzmariechen stand es jedoch fest, Ronja schaffte es auf den 4. Platz und holt sich somit die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Diese fand am 14. März 2015 in Köln statt. Mit einem kleinen Fanclub an Bord ertanzte sie sich hier den 9. Platz mit 425 Punkten! Eine Leistung, die nicht nur Ronja, ihre Eltern und Trainer, sondern den ganzen Verein stolz macht, denn das hat kein Bayreuther Tanzmariechen bisher erreicht.
Lied

Ein Lied für Schwarz-Weiß…

In unsrer Stadt am roten Main,
wo Richard Wagner Stelldichein.
Da wird getanzt und auch gesungen,
es sind nicht nur die Nibelungen.
Der Fasching ist´s nicht Festspielzeit,
auf den sich ein Bayreuther freut.
Dann kocht der Saal, die Halle bebt,
wenn Schwarz-Weiß auf die Bühne geht.
Dann kocht der Saal, die Halle bebt,
wenn Schwarz-Weiß auf die Bühne geht.

Bayreuth Awaaf, Bayreuth Awaaf,
durch die Gassen schallt es Tag und Nacht.
Bayreuth Awaaf, Bayreuth Awaaf,
das bringt Stimmung bis die Bude kracht.
Bayreuth Awaaf, Bayreuth Awaaf,
wo könnt es noch viel schöner sein,
als hier bei uns am roten Main.
Wo könnt es noch viel schöner sein,
als hier bei uns am roten Main.

Hier in Bayreuth, einmal im Jahr,
regiert die bunte Narrenschar.
Hexen gibts und Herzenbrecher,
vom Bier geleert so mancher Becher.
Verortnet wird für diese Zeit,
Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Viel Freude ists, die man erlebt,
wenn Schwarz-Weiss hoch das Zepter hebt.
Viel Freude ists, die man erlebt,
wenn Schwarz-Weiss hoch das Zepter hebt.

Singt dieses Lied beim Bier und Wein,
singt es vor allem in Eurem Verein.
Singt es auch dann, egal wo ihr seid,
fern von Bayreuth und der Faschingszeit.

Text: Ernie Kiefer, Musik: Frank Kiefer in Verbindung mit dem Karnevalsverein
Die Bollen ´Hülzweiler e.V. am 20.01.1996

Präsidium und Vorstand

Von der Gründung am 17.12.1958 bis zum 25.3.1968 waren der 1.Vorsitzende und der Präsident sowie der 2.Vorsitzende und der Vizepräsident eine Person.

1.Vorsitzender /Präsident:

1958 – 1960 – Dr. Reinhold Schrödel

1959 – 1960 – Kurt Merkl /Elferratspräsident

1960 – 1968 – Kurt Merkl

2.Vorsitzender / Vizepräsident:

1958 – 1959 – Hans Rotter

1959 – 1960 – Bernhard Händler

1960 – 1961 – Hans Rotter

1961 – 1968 – Josef Schöbel

Ab 1968 wurden die Ämter getrennt in: 1.Vorsitzender, 2.Vorsitzender, Präsident und Vizepräsident

1. Vorsitzender:

1968-1969 Hans-Günter Wabersky

1969-1974 Josef Schöbel

1974-1984 Rudolf Meyer

1984-1986 Heinz Zink

1986-1991 Rudolf Meyer

1991-1991 Jürgen Ströhlein

1991-1993 Kurt Börschlein

1993-2011 Reinhold Glaser

ab     2011 Markus Roßner

Präsident:

1968-1974 Kurt Merkl

1974-1994 Werner Rüger

1994-2000 Edmund Kutscher

2000-2001 Manfred Thater

2001-2005 Jürgen Völkel

2007-2012 Günther Seibel

ab     2012 Reinhard Opel

2.Vorsitzender:

1968-1984 Erwin Haberer

1984-1991 Kurt Börschlein

1991-1995 Günther Elfert

1995-2003 Benno Friedel

2003-2005 Inge Albert

2005-2012 Michael Hahn

2012-2017 Reinhold Glaser

ab     2017 Melanie Zink

Vizepräsident:

1968-1969 Heinz Zink

1969-1974 Werner Rüger

1974-1983 Heinz Zink

1983-1994 Edmund Kutscher

1994-1995 Stephan Glaser

1995-1998 Günther Elfert

1998-2000 Manfred Thater

2000-2001 Jürgen Völkel

2001-2002 Markus Roßner

2002-2005 Stefan Distler

2007-2012 Charly Busch

2012-2013 Reinhard Opel

ab     2013 Ingeborg Knorr

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